10. März 2021

Crowdfunding für Stiftungen und NPOs

Autor: Hans-Dieter Meisberger
Leiter Stiftungen, öffentliche Kunden und NPOs, Region Süd DZ PRIVATBANK S.A.

Inwieweit eignet sich Crowdfunding für Stiftungen, Vereine, gemeinnützige Einrichtungen, also zusammengefasst für alle NPOs (Non-Profit-Organisationen)?

Wenn man als NPO helfen will, muss man sich früher oder später mit einem ganz grundlegenden Punkt befassen: Woher bekomme ich Geld für meine Projekte?

Die Mitgliedsbeiträge sind sicherlich komfortable laufende Einnahmequellen der Vereine. Aber um einen Verein am Laufen zu halten, muss ich auch ausreichend viele Mitglieder haben, um etwas zu bewegen. Und: Viele kämpfen mit einem Mitgliederschwund, der vor weitere - langfristige - Probleme stellt.

Die anhaltende Niedrigzinsphase zwingt NPOs (Stiftungen, Vereine etc.) weiter zu denken, „Woher bekomme ich auskömmliche Einnahmen, um meine Projekte bzw. wiederkehrende Förderungen noch zu realisieren?“

Sie suchen also nach einer Möglichkeit, schnell und unkompliziert Kapital zu sammeln, um daraus Förderprojekte und –zwecke zu realisieren. Der klassische Weg wäre nun Spenden sammeln, aber mal ehrlich: Es ist zeitaufwendig und braucht geeignetes Personal, das auch in der Lage ist „Spenden einzusammeln“. Die Ausbeute ist dennoch oft bescheiden. Großsponsoren zu akquirieren kann eine gute Idee sein. Aber auch hier benötigen Sie fachgeschultes Personal bzw. Persönlichkeiten, die in der Lage sind, ein zu unterstützendes Projekt mit Engagement nach vorne zu bringen.

Eine zweckgebundene Spende an eine gemeinnützige NPO könnte hier gezielt helfen. Hier kommt das spendenorientierte Crowdfunding ins Spiel und zum Einsatz.

Erfolgsfaktoren im Crowdfunding

Um einen Überblick zu bekommen, welche Faktoren eine Fundraising-Kampagne zu beeinflussen, müssen Ergebnisse themenbezogen bewertet werden.

Es hängt natürlich von den Sponsoren und Geldgebern ab, inwieweit man erfolgreich ist. Denn Geldgeber suchen Crowdfunding-Plattformen, die eine ausreichende Transparenz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen gewährleisten. Denn es gibt nichts Fataleres, als ängstliches Verhalten der Sponsoren gegen Verstöße der Informationssicherheit bzw. Kampagnenbetrug.

Deutschland ist grundsätzlich gut aufgestellt zur Realisierung von wohltätigen Projekten. Besonders für NPOs ist im Bereich des spendenbasierten Crowdfundings die Genossenschaftliche Finanzgruppe ein Vorreiter. Die Initiative „Viele schaffen mehr“ der Volksbanken Raiffeisenbanken ist die erfolgreichste Crowdfunding-Plattform einer Bankengruppe in Deutschland. Seit 2014 haben über 666.000 Unterstützer mehr als 32 Mio. Euro gesammelt und über 7.100 Projekte unterstützt. Die Volksbanken Raiffeisenbanken haben selbst mehr als 8,8 Mio. Euro an die Projekte gespendet (alle Zahlen Stand September 2020).

All das ist eine gute Grundlage und somit ein Garant für den Initiator des Projektes bzw. Leiter des Förderzweckes. Aber was ist, wenn der Projektleiter nicht weiß, wie er es umsetzen soll bzw. wenn er nicht weiß, was er tut? Crowdfunding ist ein guter Weg, da man nicht ausgebildeter Fundraiser oder einen MBA in Wirtschaftswissenschaften haben muss, um Geld einzusammeln und zu verwalten: Gerade das macht Crowdfunding so beliebt!

Was braucht ein guter Crowdfunding-Initiator?

Die Volksbanken Raiffeisenbanken stellen den Initiatoren Berater zur Seite, die sich mit dem Thema bestens auskennen. Das steigert die Effektivität und gibt Halt und Sicherheit.

Diesen Halt und diese Sicherheit benötigt nicht nur der Initiator, sondern auch diejenigen, die überzeugt werden wollen: die Geldgeber bzw. Spender. Auch hier gibt es unterschiedliche Faktoren, die Einfluss darauf nehmen, ob ein Geldgeber ein Projekt unterstützt. Werden die Erwartungen, dass ein Problem durch Crowdfunding gelöst werden kann, auch erfüllt? Welche technologische Hürden bzw. Umstände der Plattform nehmen Einfluss auf den Geldgeber?

Wie einfach ist es also „Geld zu spenden“?

Ein hohes Vertrauen der Geldgeber auf die Projektverwirklichung erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Spende. Und nimmt somit positiven Einfluss auf die Realisierung eines Projektes!

Hierzu zählen:
a) ein gutes Webdesign der Crowdfunding-Plattform,
b) eine gute Erreichbarkeit,
c) ein professionelles Projektvideo bzw. Projektbebilderung und
d) eine ansprechende Profilseite (Homepage der NPO).

Der wahrscheinlich am einfachsten einzusehende Erfolgsfaktor für eine Projektfinanzierung ist die Popularität des Projektes. Eine Initiative kann eine noch so gute Absicht haben und viele Menschen uneigennützig helfen. Sie wird aber keinen Erfolg haben, wenn keiner davon erfährt. Je mehr Aufmerksamkeit bzw. Betroffenheit erzeugt wird, umso mehr werden Projekte in der Öffentlichkeit wahrgenommen, neue konzipiert bzw. umgesetzt. Unterstützt wird diese Öffentlichkeitsarbeit durch die sozialen Medien.

NPOs sind in der Crowdfunding-Szene längst nichts Neues mehr und werden in den nächsten Jahren noch viel größere Aufmerksamkeit mit ihren Projekten erzielen - seien Sie ein Teil davon!

Wenn Sie mehr über Crowdfunding und den Umsetzungsprozess erfahren möchten, wie Sie Projekte online einstellen und wie ein Crowdfunding-Projekt aussehen soll - dann unterstützt Ihre Volksbank Raiffeisenbank Ihr Engagement vor Ort:

http://www.viele-schaffen-mehr.de